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Maintal Tagesanzeiger vom 26.04.1999

Der Gesang wird in Maintal gepflegt
20. Auflage des Liederabends im Bürgerhaus Hochstadt kann überzeugen
Von Lars-Erik Gerth

Maintal - Der Maintaler Liederabend ist die älteste Gesamtveranstaltung verschiedener Vereine in dieser erst 1974 gegründeten Stadt. Gesangsvereine haben ja bekanntlich eine lange Tradition und kämpfen im ausgehenden 20. Jahrhundert um ihr Dasein. Denn die junge Generation ist nur schwer für den Gesang zu gewinnen. Dies zeigte sich auch beim Maintaler Liederabend, der vom Walzer'schen Doppelquartett Hochstadt im Bürgerhaus gut organisiert worden war. Die traditionellen Chöre leiden unter einem hohen Altersdurchschnitt. Bei den gemischten Formationen mangelt es zudem an männlichen Stimmen, so daß beim Zusammenklang die Balance unausgeglichen ist, da die Frauenstimmen deutliches Übergewicht haben. Trotz dieser Probleme boten die insgesamt zehn Chöre in dem mit rund 400 Zuschauern gut besuchten Bürgerhaus insgesamt ansprechende Leistungen.

Daß es um die Zukunft des Maintaler Chorgesanges nicht so schlecht steht, manifestierte sich in den Auftritten des Jungen Chores aus Dörnigheim und der Hochstädter „TonArt“. Bei beiden Formationen frönen jüngere Leute mit großer Freude dem Gesang und erzielen dabei sehr ansprechende Leistungen. Die „TonArt“, die unter der Leitung von Evelyn Fischbach steht, sang drei englischsprachige Lieder. Hervorragend das Solo von Peter Wijnvoord bei „The longest Time“. Überzeugend die Übergänge und der rhythmisch-pointierte Gesang. Die Sänger verfügen alle über gut durchgebildete Stimmen, denen es auch nicht an der nötigen Modulationsfähigkeit fehlte. Abstimmung und Abstufung untereinander klappten vorzüglich. A Capella gesungen erklang „Under the Boardwalk“, wobei auch die komödiantische Ader der Künstler deutlich zu Tage trat. Das Ganze wirkte schon fast professionell. Mit Pfiff dargeboten wurde dann noch „The Lion sleeps tonight“. Die eingängige Melodie wurde intonationssicher und mit Ausdruck gesungen. Eine insgesamt imponierende Leistung, die an diesem Abend nur noch vom Jungen Chor des Volkschores übertroffen wurde.

Geschmeidige Stimmführung

Der Junge Chor des Volkschores wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen und erfreut sich eines bemerkenswerten Zulaufes. Grund dafür ist sicherlich auch der noch junge Chorleiter Michael Knopke, dessen Arbeit immer deutlichere Früchte trägt. Das Medley aus der Rockoper „Jesus Christ Superstar“ war dann auch der absolute Höhepunkt des Liederabends. Besonders berückend fielen dabei die sehr ansprechenden weiblichen Stimmen auf, die geschmeidig und geschmackvoll intonierten und über viel Stilgefühl verfügen.
Obwohl Andrew Lloyd Webbers Werk eher von Dynamik und kräftiger Lautstärke geprägt ist, erklangen in dem Medley vornehmlich die zurückgenom­menen, melancholischen und fast lyrischen Passagen. Es wurde wunderbar differenziert und mit leicht ansprechendem Tonansatz gesungen. Auch die männlichen Stimmen waren präsent, was an diesem Abend insgesamt eher die Ausnahme blieb. Bemerkenswert auch die akzentuierte Klavierbegleitung von Hilko Dümno. Zu Recht gab es für den Jungen Chor den den mit Abstand kräftigsten Applaus. Wenn der Chorgesang überhaupt eine Zukunft, sprich Nachwuchs haben will, dann muß er dieser Weg gehen. Mit traditionellem Liedgut wird man die Jugend nämlich kaum gewinnen.

Insgesamt gutes Niveau

Natürlich hatten es die traditioneller Chöre bei diesen furiosen Auftritten der jüngeren Generation nicht leicht. Aber insgesamt muß man sagen, daß sich die gesamte Veranstaltung auf beachtlichem Niveau bewegte. Keiner der teilnehmenden Chöre enttäuschte. Und bemerkenswert ist auch, daß alle sich wirklich sehr viel Mühe gaben und vor allem auf Differenzierung wert legten. Auch Dynamik und Lautstärke wurden nicht übertrieben. Nahezu alle Chöre agierten mit geschmackvollem Tonansatz und ohne Manierismen.
Aufgrund der starken Dominanz der Frauenstimmen bei den gemischten Chören konnte natürlich kaum eine ausgewogene Balance erzielt werden. Aber wenn es an männlichen Stimmen fehlt, kann man daran auch nichts ändern. Es bleibt nur die Frage, was in zehn Jahren passiert, wenn die wackeren Männer der verschiedenen Chöre altersbedingt nicht mehr auftreten können.

Durchaus mit Witz und Pfiff

Die traditionsreichen Sängervereinigungen boten recht unterschiedliche Lieder. Die Palette reichte von getragenen Volksliedern bis zu witzigen Songs des 20. Jahrhunderts. Auch Spirituals und ein Popsong von Bob Dylan fanden Ein­gang in das Programm. Die Sängervereinigung aus Hochstadt (Chorleiter: Dr. Rudolf Keim) überzeugte mit einem gut gemischten Liedrepertoire. Dabei erfreute einmal mehr der Bariton Otto Burger mit Stimmschönheit und Stilgefühl. Überzeugend seine bruchlosen Übergänge und die noch im­mer vorhandene Ausdruckskraft. Auch das englisch gesungene „Somebody's knocking at your door“ gelang idioma­tisch und mit feiner Nuancierung. Höhe­punkt war aber sicherlich das kroatische Volkslied „Kad si bila mala Mare“, das die Sängervereinigung schon lange im Programm hat. Auswendig gesungen machte es sowohl in puncto Linienführung als auch in der Abstimmung unter­einander mächtigen Eindruck.

Auch Musical ist gefragt

Der Einfluß des jungen Chorleiters Michael Knopke macht sich auch beim gemischten Chor des Volkschores Dörnigheim bemerkbar. Vier Ausschnitte aus dem Musical „My fair Lady“ von Frederic Loewe wurden mit feiner Diktion (allerdings auf deutsch) und viel sängerischem Feingefühl vorgetragen. Etwas problematisch erschien allerdings das berühmte Duett „Es grünt so grün“, das in dem Arrangement von Eddy Rhein zu einem Duett zwischen den Männer- und den Frauenstimmen des Chores wurde. Dabei ging der eigentliche Witz der Szene allerdings weitgehend verloren. Außerdem machte sich auch hier das weibliche Übergewicht bemerkbar. Dennoch insgesamt ein gelungener Auftritt.

Volltönend

Recht stimmschön geriet der Auftritt des Ruth'schen Doppelquartetts aus Wachenbuchen (Chorleiter: Erich Schäfer). Vor allem das vorgetragene italienische Volkslied (erfreulicherweise im Original) konnte durch großes Volumen, aber vor allem durch schöne Mittellage gefallen.


Der Maintaler Vokalchor „Tonart" präsentierte sich im Stile der Comedian
Harmonists bei der Verabschiedung des Ersten Kreisbeigeordneten Hubert Müller. Foto: TAP


Maintal Tagesanzeiger vom 15.10.1999

"TonArt" probt fleißig für ihre Konzerte

(leg). - Der Vokalchor „TonArt“ probt noch emsig für seine beiden Konzerte, die am kommenden Wochenende stattfinden werden. Die Hochstädter Gesangsgruppe, die stets auf hohem Niveau agiert, präsentiert sich unter dem Motto „It's Music Time“ im Hochstädter Ge­meindehaus Am Wallgraben. Das Konzert am Samstag, 23. Oktober, beginnt um 20 Uhr, jenes am Sonntag, 24. Oktober, bereits um 16 Uhr. Karten gibt es zu zehn Mark beim evangelischen Pfarramt in der Ringstraße 13 in Hochstadt, Telefon (06181) 431747, oder bei Chormitglied Peter Wijnvoord, Am Pfarrhof 7.Falls vorhanden, sind Tickets auch noch an der Abendkasse erhältlich. Die „TonArt“ wird ein breites Spektrum von Gospels über Filmmusiken bis zu Klassikern der Pop-Musik und Stücken der „Comedian Harmonists“ sowie „Doo Wop-Melodien“ aus den 50er und 60er Jahren darbieten. Musikfreunde erwartet ein wirklicher Leckerbissen.

Die TonArt hat sich in den knapp vier Jahren ihres Bestehen unter der Leitung von Bezirkskantorin Andrea Tetens zu einem über die Grenzen Maintals hinaus bekannten Chor entwickelt. Immer öfter kommen Anfragen von Brautpaaren oder Geburtstagskindern, die den Chor für ihre Feier engagieren möchten. Das Repertoire ist beachtlich. Dabei wird nicht nur im gemischten Chor, sondern auch als Frauen- und Männerchor gesungen. Das erste eigene Konzert am 8. November 1998 war schnell ausverkauft und erntete in der Presse höchsten Beifall. Die Zahl von 22 Auftritten im Jahre 1998 wird sicher noch gesteigert werden. Fans sollten sich das Wochenende 23. und 24. Oktober 1999 vormerken. Es gibt also diesmal zwei Aufführungen.


Maintal Tagesanzeiger im Oktober 1999

Unser „Komm mit„-Tipp:
Von Gospel bis Pop

Der Hochstädter Volkschor „TonArt“ lädt für Samstag, 23. Oktober, ab 20 Uhr und 24. Oktober 16 Uhr zu einem Konzert in das Hochstädter Gemeindehaus ein. Das Repertoire reicht von Gospelsongs über Filmmusik, bis zu Popklassikern - von den Comedian Harmonists bis zu Manhatten Transfer. Eintrittskarten für zehn Mark gibt es im Ev. Pfarramt, Ringstraße 13, Tel. 43 17 47 oder bei Pelzmoden Wijnvoord, Am Pfarrhof 7.


Maintal Tagesanzeiger im Oktober 1999

„TonArt“ bietet zwei Konzerttermine

Auch in diesem Jahr lädt der Hochstädter Vokalchor „TonArt" zu einem Konzert ein. Aufgrund der großen Nachfrage im vergangenen Jahr bietet „TonArt“ diesmal zwei Termine zum Besuch ihres Konzertes an, das unter dem Motto „It's Music Time“ wieder ein breites Spektrum aus verschiedenen Musikrichtungen und -stilen abdecken wird. Genres wie Gospels, Filmmusiken, Hits und Klassiker der Pop-Musik sind ebenso Bestandteil des Konzertes wie auch Stücke der Comedian Harmonists und Doo Wop-Melodien aus den 50er und 60er Jahren. Eintrittskarten zum Preis von zehn Mark gibt es im Vorverkauf im evangelischen Pfarramt Hochstadt, Ringstraße 13, und bei Pelzmoden P. Wijnvoord, Am Pfarrhof 7 in Hochstadt sowie an der Abendkasse.


Maintal Tagesanzeiger vom 27.10.1999

Eine vokale Institution
Die Hochstädter „TonArt“ begeistert ihr Publikum gleich zweimal im Hochstädter Gemeindehaus


Das Publikum im vollbesetzten Gemeindehaus war über die Darbietungen des Vokalchores begeistert und spendete kräftigen Applaus. Fotos: esg

Maintal (esg). - Die Konzerte der Hochstädter Vokalgruppe „TonArt“ am Wochenende im Gemeindehaus Am Wallgraben bedachte das zahlreiche Publikum mit riesigem Beifall. Samstag wie Sonntag waren die Plätze des Gemeindezentrums ausverkauft, und die vielen Begeisterungsrufe im Konzert sprachen für sich.

Die Gruppe„TonArt“, hervorgegangen aus dem einstigen Jugendchor der evangelischen Kirche Hochstadt, entwickelt sich zu einer vokalen Institution im Raum Hanau und Maintal und legt unter der umsichtigen Leitung der Bezirkskantorin Andrea Tetens Maßstäbe für einen neuen Trend im Chorgesang fest. Es ist das flotte und eingängige Repertoire, das nicht nur die Sängerinnen und Sänger mit Spaß aktiv werden lässt, sondern auch jüngere Besucher anspricht und zu den Konzerten zieht.

Intonatorisch reiner Gesang

Mit drei Gospels eröffneten die 14 Sängerinnen und Sänger das Konzert. Die Spaltung in Männer- und Frauenstimmen erwies sich als abwechslungsreiche Färbung in diesem intonatorisch reinen Gesang. „Oh, Freedom!“ erschien dabei in mehr konzertantem Chorsatz. Carmen Bauer galt als die weibliche Solistin des Abends. In dem Gospel „Ev'ry time I feel the Spirit“, in welchem die sparsame Klavierbegleitung (Andrea Tetens) Raum für gesangliche Entfaltung ließ, gestaltete sie den Anfang sehr gefühlvoll.

Die Gruppe insgesamt unterstrich das Werk mit einem schönen Schluss-Crescendo. Zwar hielt Carmen Bauer auch die Höhe gut, doch lag ihr insgesamt mehr das dunkle Timbre, wie es zum Beispiel in „The Boy from New York City“ zu hören war. Mal als gemischter Chor, mal nach Stimmlagen getrennt, bot die „TonArt“ mit den Liedern ein breites Spektrum an modernen Popsongs, deutschen Schlagern der „Comedian Harmonists“ und Oldies der 60er und 70er Jahre. Hier zeigte es sich, dass auch diese Werke im Original stark vom Chorgesang beeinflusst sind, so dass ihre Aufnahme in die Chorliteratur sicherlich auch eine Bereicherung ist. Darunter fällt zum Beispiel „California Dreamin' “ oder auch „Mr. Sandman“, welche die „TonArt“ überaus weich und klar darbrachte. Der große Applaus des animierten Publi­kums zwischen den einzelnen Liedern hatte seine Berechtigung.

Locker-beschwingt

Dabei erwiesen sich die Chorsätze nicht unbedingt als leicht, wenngleich der insgesamt locker-beschwingte Gesang darüber hinwegtäuschte. In Henry Mancinis „Moonriver“ etwa waren die anspruchsvollen Harmonien, die mit Dissonanzen als Farbtupfer arbeiten, nur durch exakte Stimmausführung zu bewältigen. Teilweise dominierten dabei die hohen Frauenstimmen zu sehr und deckten hin und wieder den ausgewogenen Klang der Mittellagen zu. Mit den Stücken „Das ist die Liebe der Matrosen“ und „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ aus der Feder der Comedian Harmonists hatten sich die Herren der „TonArt“ einen nicht einfachen Brocken vorgenommen, für dessen Einstudierung Pfarrer Hermann Langheinrich gesorgt hatte, der übrigens in einigen Stücken selbst mitsang. Dabei hatten die Sänger Originalsätze dieser Gruppe rekonstruiert und sich dieser angenommen. Das Ergebnis konnte sich durchaus hören lassen. Achim Langheinrich trat solistisch als überaus profunder Bass hervor, die Stimmen an sich gaben ein ausgewogenes Klangbild, das sich den augenzwinkernden Inhalten der Lieder auch gestalterisch gut annahm. Kleine Accessoires, wie die Matrosenmützen, oder bei der Zugabe „Mein kleiner grüner Kaktus“ diesen in Miniaturform, belebten die Darstellung humorvoll. Einen Großteil der solistischen Parts bewältigte Peter Wijnvoord, der auch durch das Programm führte. Die Anstrengung in den hohen Lagen war der Stimme allerdings anzuhören. Die Sängerinnen traten mit Liedern aus der vergangenen und neueren Ära des Disco-Sounds auf die Bühne. „Stop! In the name of love“ von den Supremes, dem „Shoop Shoop Song“ von Cher oder „It's my Party“ gelangen auch aus ihrem Munde zu einem Hit.

Wohldisponierte Truppe

Drei Stücke à cappella zeigten, dass die „TonArt“ nicht nur mit instrumentaler Begleitung leben kann, wenngleich die­se, rhythmisch beschwingt gestaltet von Andrea Tetens, ein Vergnügen war. „Caravan of love“ von den „Housemartins“ und „Only you“ von den „Flying Pickets“ präsentierten eine stimmlich wohldisponierte Truppe, die - das darf nicht vergessen werden - ja eigentlich nur aus Laiensängern besteht. Die Nachfrage nach der „TonArt“ ist ansteigend. Neben ihren eigenen Konzerten werden sie stets gerne für verschiedenste Anlässe engagiert, denn ihre Konzertprogramme - das war auch am Wochenende deutlich zu sehen - sprechen eine breite Altersstruktur an.