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Maintal Tagesanzeiger vom 01.04.1998

Das Festival des gepflegten Gesanges begeistert Zuhörer
Franz Liszt-Chor Esztergom gastiert in Bischofsheimer Kirche

Maintal (jr) - Als Festival des gepflegten Gesangs in allen seinen Facetten erwies sich das anläßlich des Partnerschaftsbesuchs des Franz Liszt-Chores aus dem ungarischen Esztergom gemeinsam mit dem Gesangverein Eintracht Bischofsheim und Vokalchor TonArt Hochstadt in der evangelischen Kirche Bischofsheim durchgeführte Chorkonzert. Trotz des frühlingshaften Kaiserwetters erfreuten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in dem fast bis auf den letzten Platz besetzten Gotteshaus am exzellenten musikalischen Niveau der Darbietungen.

In gewohnt charmanter und informativer Form sorgte Moderator Helmut Siebert dafür, daß bei dieser höchst unterhaltsamen Veranstaltung, mit der die Städtepartnerschaft zwischen Maintal und seiner ungarischen Partnerstadt Esztergom zum wiederholten Mal aus dem Stadium papierener Absichtserklärungen und Politikerstatements herausgeführt wurde, auch der Aspekt des Entertainments nicht zu kurz kam.

Festlich geprägt

Der Gesangverein Eintracht Bischofsheim unter seinem seit vier Jahren amtierenden „Spielführer“ Sergio Goldberg eröffnete mit dem festlich geprägten Vortrag von Friedrich Suchers Cherubim-Lobgesang „Sanctus“ das Konzert. Der studierte Psychologe aus Buenos Aires und sein stimmlich gut disponierter urch seine kompakte und bewegliche Stimmführung zurecht den Applaus des Auditoriums heraufbeschwörender Männerchor zeigten sich bei diesen geistlichen Partien, zu denen noch Wolfgang Lüderitz Choral „Der Herr, er segne auch aus Zion“ und das impressiv kolorierte „Gebet“ von Mozart gehörten, durchweg     

auf der Höhe der musikalischen Darstellungskunst.

Eine dezidiert frische Note brachten Bezirkskantorin Andrea Tetens und ihr gemischter dreizehn-köpfiger Vokalchor TonArt aus Hochstadt mit ihren schwungvoll präsentierten Spiritual- und Popstücken ins Konzert hinein. Mit Titeln wie „Wade in the water“, dem inspirierten Vortrag von „Old time religion“ und dem interessant arrangierten, auch in der Keyboardbegleitung ein wenig gegen den Strich gebürsteten Klassiker „O happy day“ in der Fassung von Edwin R. Hawkins, demonstrierte die TonArt ihr bemerkenswertes innovatives Potential.

Lied als Kunstform

Die größten musikalischen Meriten des Konzerts verbuchten aber ganz eindeutig die ungarischen Gäste des Franz Liszt-Chores unter der Leitung von Attila Vereczkei auf ihrem Konto. Das 1991 gegründete Ensemble, in dem mittlerweile Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen Esztergoms singen, glänzte bei seinen Vorträgen des „O Salutaris“ von Franz Liszt oder des „Stabat Mater“ und des „Abendlieds“ von Zoltän Kodäly mit seinem die Schönheit der musikalischen Vorlagen in ihrem ganzen Facettenreich­tum umsetzenden pointierten Gesangsstil.

Wer einmal das Lied als Kunstwerk vorgeführt bekommen wollte, wurde bei diesem Konzert durch die Eleganz und Kraft zu einem harmonischen Ganzen verschmelzenden Gesangsbeiträge der jungen ungarischen Sängerinnen und Sänger aufs Beste bedient. Völlig zurecht ernteten sie für ihre künstlerisch eindrucksvolle Präsentation vom aufmerksamen Bischofsheimer Publikum stürmischen Beifall.


Maintal Tagesanzeiger vom 28.04.1998

Lieder als Geschenke
Harmonischer Liederabend

Maintal (dm). - „Seit seiner Gründung im Jahr 1980 hat der Maintaler Liederabend seinen festen Platz im Veranstaltungskalender“ - Egon Schneider, l. Vorsitzen­der des gastgebenden Gesangvereins „Eintracht“ Bischofsheim, brachte es am Samstagabend im fast vollbesetzten Bischofsheimer Bürgerhaus schon zur Begrüßung auf den Punkt: Der traditionelle Abend, an dem die Chöre und Gesangvereine aller vier Maintaler Stadtteile jeweils einen Ausschnitt aus ihrem Fundus präsentieren, ist aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. „Geschenke in Form von Liedern, Chören, Gospels, Spirituals und sogar einem Madrigal“ verteilen die Protagonisten an diesem Abend, verdeutlichte blumig Moderator Ulrich Thiefs. Mit den drei guten alten Volksliedern „Hymnus“ und „Süß Liebe liebt den Mai“ von Friedrich Silchger sowie „Am Ufer“ von Paul Zoll bildete die „Eintracht“ einen gefälligen, gut nuancierten und vor allem auch in die Jahreszeit passenden Auftakt.

Der Frühling und die Liebe waren auch das Thema bei „Wenn Zigeuner Hochzeit machen“, vorgetragen durch das Wal-zer'sche Doppelquartett 1920 Hochstadt. Enorm viel Applaus gab es für die elanvolle Darbietung der Hochstädter, die zuvor schon durch die sehr konzentrierte und disziplinierte Interpretation des getragenen Madrigals „Riportà me“ und des zweisprachig vorgetragenen „Sloweni­sche Liebeslieds“ beeindruckten. Das gilt in gleichem Maße für den Sängerchor „Germania“ aus Dörnigheim, der nach dem flotten „Tanz mit der Dorl“ (...laß' doch der Jugend ihren Lauf...“) ein Potpourri mit mehreren bekannten Jagdliedern darbot. Ohne Hänger und Aussetzer nahmen die Dörnigheimer Sängerinnen und Sänger das Publikum mit auf die Jagdreise und brachten bei manchem Zuhörer in der Schule Gelerntes im Schnelldurchlauf in Erinnerung.

Brillant dann der Vokalchor „TonArt“ Hochstadt: Das „Mr. Postman“ in der vielstimmigen Interpretation des jungen Chores hätte den Beatles ebenso zur Ehre gereicht wie Vincent Clarkes „Only You“ den Flying Pickels. Nur die Männer von „TonArt“ durften dann die stimmgewaltige Schlußnummer „Good night, it's time to go“ zum besten geben. Zurecht viel Applaus für „TonArt“.

Nach der Pause gab dann mit dem rund 50köpfigen Volkschor Dörnigheim die mit Abstand zahlenstärkste Gruppe ihr Stelldichein. Entsprechend voluminös, dabei aber munter und frisch präsentierte der Volkschor mit Michael Knopke am Klavier das Lied „Wenn die Vögel musizieren“ aus dem Film „Die Deutschmeister“. Sehr getragen und stilistisch klar dann die          


Der Hochstädter Vokalchor „TonArt“ bestach unter anderem durch eine
A-capella-Version von Vincent Clarkes „Only You“.

„Waldandacht“, die von einem durch den Wald schreitenden Herrgott berichtete und vor allem durch die eindrucksvollen Tenorsoli von Daniel Stippler überzeugen konnte. Im inhaltlichen Kontrast zu den „Altvorderen“ stand dann der Beitrag des Jungen Chores aus Dörnigheim mit einem Medley aus dem Film „Forrest Gump“, darunter „California Dreamin' “, „Raindrops keep falling on my head“ und „San Francisco“: Die Kunst des Chorgesangs beschränkt sich eben nicht auf Volkslieder, dafür trat der Junge Chor zum wiederholten Male den eindrucksvollen Beweis an. Recht modern gab sich auch die Sängervereinigung Hochstadt mit der Version „Singen ist Leben“ nach der Melodie von Cat Stevens' „Morning has broken“. Die Ode an die Schönheit und Reinheit des Singens kam beim Publkum ebenso gut an wie die Geschichte des Schiffs „Mary Ann“ (überzeugendes Bariton-Solo von Otto Burger), deren Kapitän ihr bis in den Tod die Treue hielt. Mit dem Trinklied „Vive l'amour“ rundete die Sängervereinigung ihr Gastspiel gelungen ab. Sehr flott auch der Auftritt des Gesang­vereins „Vorwärts“ Wachenbuchen: Die Stücke „Wenn wir hinausziehn“ von Baldassare Donati und „Ins Heu“ von Emil Rabe boten ein Stück Lebenslust und „Natur pur“, dominiert von den glockenhellen Stimmen der Sängerinnen des Chores aus Wachenbuchen, der nach der Absage des Ruth'schen Doppelquartetts allein die Fahnen des kleinsten Stadtteils hochhielt.
Mit einem „Dreierpack“ alter deutscher Volksliedkunst beschloß dann der Volks-Chor Liederlust Bischofsheim den Abend. Der bedächtig interpretierte „Abendfrieden“, Franz Schuberts „In einem kühlen Grunde“ mit der nachdenklichen Passage „Ich möcht' am liebsten sterben, dann war's auf einmal still“ und schließlich das passende „Dankeschön und auf Wiedersehen“ rundeten den 19. Maintaler Liederabend gelungen ab. Das Abschlußlied sangen dann alle gemeinsam: „Kein schöner Land in dieser Zeit“, die zeitlos schöne Liebeserklärung an die Heimat, setzte dem Liederabend das I-Tüpfelchen auf und weckte bereits die Vorfreude auf den 20. Maintaler Lie­derabend im kommenden Jahr.


Maintal Tagesanzeiger vom 24.10.1998

Qualitätsgesang steht bei TonArt im Vordergrund
Hochstädter Chor singt am 8. November im Gemeindehaus

Maintal (leg). - Der Vokal-Chor TonArt gibt am Sonntag, 8. November, um 16 Uhr sein erstes eigenständiges Konzert im evangelischen Gemeindehaus in Hochstadt. Grund genug, den noch jungen Chor, der über eine gesunde Altersstruktur verfügt, etwas genauer vorzustellen. Gegründet wurde TonArt im Jahre 1994 von Mitgliedern des ehemaligen evangelischen Jugendchores Hochstadt. Dieser bestand von 1967 bis 1984. Zu Beginn sangen neun Sängerinnen und Sänger bei TonArt. Erste Chorleiterin war Evelyn Fischbach aus Dörnigheim, die am Aufbau des Klangkörpers maßgeblich beteiligt war. Seit Anfang 1996 steht TonArt unter der Leitung von Andrea Tetens, der engagierten Bezirkskantorin, die die Kirchenmusik in Bischofsheim mittlerweile auf hohes Niveau gebracht hat.


Die Mitglieder des Chores TonArt, der am Sonntag, 5.November, ab 16 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Hochstadt auftreten wird.

Schon früh aufgetreten

Obwohl der Chor erst jetzt sein erstes eigenes Konzert bestreitet, traten die Mitglieder von TonArt schon früh auf. So zum Beispiel gemeinsam mit dem evangelischen Posaunenchor und dem Kirchenchor bei den traditionellen Volksliederkonzerten und bei den Adventsgemeindenachmittagen. Seit 1997 nimmt TonArt auch am Maintaler Liederabend teil. Zudem wird bei kirchlichen Veranstaltungen und auch bei Straßenfesten gesungen. Aber auch bei karitativen Einrichtungen sowie bei privaten Feiern treten die Sängerinnen und Sänger auf. Zur Zeit bilden 17 Männer und Frauen den Chor, der sowohl gemischt als auch einzeln als Frauen- und Männerformation auftritt. Auf gutes Niveau wird dabei großen Wert gelegt. Die gebotenen Lieder sollen möglichst perfekt vorgetragen werden. Allerdings soll es dabei nicht steif zu gehen. Der Chor tritt selten statisch auf und will den Zuhörern gerade Spaß an der Musik ver­mitteln.

Facettenreiches Programm

Das musikalische Programm der A-cappella Formation ist vielfältig und international ausgerichtet. Es reicht von Gospel-Songs über bekannte Filmmusiken bis zu populären Schlagern aus den vergangenen Jahrzehnten. Beim Konzert im evangelischen Gemeindehaus in Hochstadt, das unter dem Motto „Only (for) You“ steht, wird es neben Gospels und Filmmusik auch Lieder der „Comedian Harmonists“ geben, die ja den A-Cappella-Gesang in den 20er und 30er Jahren populär gemacht haben. Vorrangiges Ziel des Konzertes am 8. November ist es natürlich, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Das dürfte auch gelingen, sind doch schon zahlreiche Karten verkauft. Tickets zu zehn Mark für diese empfehlenswerte Veranstaltung gibt es noch im Hochstädter Pfarramt, Ringstraße 13, Telefon (0 61 81) 43 17 47, und bei Pelzmoden Peter Wijnvoord, Am Pfarrhof 7 in Hochstadt, Telefon (0 6181) 4 79 81.


Maintal Tagesanzeiger vom 11.11.1998

"TonArt"-Konzert ein voller Erfolg (Titelseite)

(leg). - Mit viel Liebe und großem Engagement hatten die Mitglieder der Vokalgruppe „TonArt" ihr Konzert am vergangenen Sonntag im Hochstädter Gemeindehaus vorbereitet. In dem vollbesetzten Saal „brannten“ die Künstler ein musikalisches Feuerwerk ab, das wirklich auf hohem Niveau stand. Besonders gelungen waren die Auftritte des Frauenchores mit Liedern aus dem Film „Sister Act“. Dabei hatten sich die Choristinnen in Nonnen verwandelt und boten bemerkenswerten A-Capella-Gesang. Aber auch die Männer hatten einiges zu bieten. So zum Beispiel bei den „Doo-wop“-Liedern aus den 50er Jahren. Dabei ging es um Gesänge, die man auch als Macholieder bezeichnen kann. Natürlich traten die Männer und Frauen auch gemeinsam auf. Auch da stimmte das Niveau und das Publikum reagierte begeistert. Insgesamt mußte die „TonArt“, die von Andrea Tetens bestens einstudiert und adäquat begleitet wurde, aufgrund stürmischen Beifalls drei Zugaben geben. Ein herausragendes künstlerisches Ereignis, welches hoffentlich bald wieder­holt wird. Siehe Innen teil. Foto: Kalle


Der gemischte Chor der „TonArt“ begeisterte das Publikum ebenso wie die getrennten Auftritte des Frauen- und des Männerchores. Das Niveau des Konzertes unter der Leitung von Bezirkskantorin Andrea Tetens war sehr ansprechend. Eine baldige Wiederholung wäre wünschenswert.

Toller A-Capella-Gesang auf sehr hohem Niveau (Innenteil)
Gruppe „TonArt“ begeistert in vollbesetztem Gemeindehaus

Maintal (hl). - Zu ihrem ersten Konzert hatte der Maintaler Vokalchor „TonArt“ in das evangelische Gemeindehaus eingeladen. Und alle kamen. Auch der letzte Stuhl war besetzt. Wie bereits angekündigt stand tatsächlich die Qualität des Gesanges im Vordergrund.

Aber auch sonst hatten die Chormitglieder sich große Mühe gegeben. Der Saal war geschmackvoll dekoriert, das Bühnenbild rückte die Sängerinnen und Sänger ins rechte Licht. Tenor Peter Wijnvoord führte humorvoll und sachkundig durch das Programm. Pünktlich um 16 Uhr am vergangenen Sonntag ertönte - zunächst hinter dem Rücken der Zuhörer - das Spiritual „Great day“. Eine schöne Idee, mit diesem Lied die Bühne zu betreten. Auch die beiden folgenden Negro-Spirituals „The Old Time Religion“ und „Wade in the Water“ handelten von der Sehnsucht der unterdrückten Schwarzen nach der Erlösung durch Jesus. Die Sängerinnen und Sänger, die zum großen Teil solche Spirituals schon vor Jahren im Hochstädter Jugendchor gesungen haben, interpretierten sie mit großem Einfühlungsvermögen unter der sicheren Führung und Begleitung ihrer Chorleiterin Andrea Tetens.

Pop-Musik

Im Programmteil wurde Pop-Musik aus den 60er bis 80er Jahren geboten: „The longest Time“, „Under the Boardwalk“ und „Only You“. Letzteres stand Pate für das Motto des Konzerts „Only (for) you“. Es war bemerkenswert, wie sicher die Chormitglieder besonders bei dem A-Capella-Song „Under the Boardwalk“ Rhythmus, Stimme und Text beherrschten, Erfolg dreijähriger Schulung und Stimmbildung durch Andrea Tetens. Als Überleitung zu den „Doo-wop“-Liedern aus den 50er Jahren, vorgetragen nur von den Männern, erläuterte Moderator Peter Wijnvoord den textlichen Inhalt dieser Gesänge, die man beinahe als „Macho-Lieder“ bezeichnen kann. In „Duke of Earl“, „Book of Love“, „Get a Job“ und „Good Night, ist's Time to go“ kommt die ganze Überheblichkeit der Männer zum Ausdruck, weshalb die Frauen in gespielter Entrüstung die Bühne verließen. Diese „Doo-wop“-Lieder verlangen tiefe Bässe und Tenöre bis hinauf in die Falsett-Lage - kein Problem für die Männer der „TonArt“.

„Sister Act“

Im letzten Programmteil vor der Pause erschienen die Frauen als Nonnen verkleidet und sangen aus „Sister Act“ die bekannten Hits „Hail Holy Queen“, „My Guy“ und „I will follow him“. Der Applaus war, wenn möglich, noch anhaltender als bei den Männern. Sängerinnen und Sänger hatten ihre Pause verdient.

Kinder und Angehörige der Chormitglieder sorgten für das leibliche Wohl der Besucher. Nach der Pause erlebten die Beatles mit „Please Mr. Postman“ Wiederauferstehung und versetzten das Publikum erneut in Schwung. Die Stimmung steigerte sich, als Stefan Bauer mit Tropenhelm auf dem Kopf das Solo in „The Lion sleeps tonight“ sang. Achim Langheinrich stärkte das Fundament mit dem Kontrabaß. Danach überließen die Männer die Bühne wieder den Frauen für den Welthit „Bei mir bist du schön“, bekannt durch die Andrew-Sisters. Und bei „Lollipop“ schwenkten die Frauen fröhlich große Lollies durch die Luft.

Drei Zugaben

Nach verdientem stürmischen Beifall für die Frauen betraten wieder die Männer die Bühne, bekleidet mit Zylinder und weißen Handschuhen, um gekonnt drei Lieder der „Comedian Harmonists“ zu singen: „Mein kleiner grüner Kaktus; Veronika, der Lenz ist da, O Donna Cla­ra“. Die Zuhörer, fast aus dem Häuschen, klatschten begeistert den Takt mit. Nach dem Abba-Hit „Thank you for the Music“ wollten sich die „TonArt“-Mitglieder von ihrem Publikum verabschieden. Doch der nicht enden wollende Beifall zwang sie zur ersten Zugabe: „O happy Day“ (Solist Peter Wijnvoord), vorgetragen vom gemischten Chor. Um die Frauen nach den „Doo-wop“-Liedern wieder zu versöhnen, hieß die Männer-Zugabe: „Ach, bitte, laß mich dein Badewasser schlürfen“. Und als der Beifall gar nicht aufhören wollte, erklang schließlich noch „Ein Freund, ein guter Freund“. Ein gelungenes erstes Konzert dieses jungen Chores, der jetzt schon über Maintals Grenzen hinaus bekannt ist. Für das nächste Konzert muß man entweder einen größeren Raum oder aber einen zweiten Konzerttermin vorsehen.


Maintal Tagesanzeiger vom 22.12.1998

Weihnachtlicher Musikreigen in den Hochstädter Gottesdienst integriert
Gelungenes Konzert am vierten Advent mit Kirchenchor, Vokalchor TonArt und Posaunenchor

Maintal (leg). - Es ist schon eine schö­ne Tradition geworden, daß der Gottesdienst in der evangelischen Kirche Hochstadt am vierten Adventssonntag in ein festliches Weihnachtskonzert eingebettet wird. So war es auch diesmal. Unter der Leitung von Pfa­rer Hermann Langheinrich, der nicht nur dirigierte, sondern auch selbst Trompete spielte und die Bibelzitate las, sangen der Kirchenchor und der Vokalchor „TonArt“, spielten die Bläser des Posaunenchores und die Instrumentalisten um Theo Ruppert. Der weihnachtliche Musikreigen in zehn Teilen stand insgesamt auf gutem Niveau.

Eröffnet wurde das Gottesdienstkonzert in der gut besuchten Kirche mit der Bläsersonate Nummer 24 von Johann Pezelius. Dabei gab es zwar einige Intonationsschwankungen, den festlichen und runden Klang beeinträchtigte dies jedoch nicht nachhaltig. Die Bläser bildeten einige schöne Miniaturen und entfalteten eine anheimelnde vorweihnachtliche Atmosphäre. Die musikalischen Programmpunkte wechselten jeweils mit Worten des Pfarrers ab. Die Instrumentalisten Theo Ruppert, Walther Darmstadt, Günther Graf, Heinrich Gries (alle Violine und Viola), Heinz Wunsch (Violoncello) und Willi Boll (Kontrabaß) spielten anschließend Johann Pachelbels „Kanon in D“ für vier Violen und Basso continuo. Das mittlere, ernste Tempo mündete in einen etwas fröhlicheren Teil, blieb insgesamt jedoch eher festlich-ernst. Schön hierbei der Zusammenklang, der von Andrea Tetens' Cembalospiel ergänzt wurde.

Passabler Sopranpart

Mit Violinen- und Orgelbegleitung erklang dann das Lied „Es kommt ein Schiff, geladen“ von Katharina May-Kümmel. Das eher getragen wirkende Werk wurde adäquat vorgetragen, wenngleich sich die Unterbesetzung bei den Männerstimmen nur schwerlich kaschieren ließ. Gerade hier fehlt es halt leider am Nachwuchs, aber auch die Frauen des Chores weisen einen hohen Altersdurchschnitt auf. Im vergangenen Jahr litt das Weihnachtskonzert unter einem wenig berauschenden Sopran-Solopart. Diesmal konnte eine ansprechendere Solistin gewonnen werden, die nach anfänglicher Unausgeglichenheit eine passable Leistung bot. Bei „Weihnacht muß leise sein“ bekundete Blanka Rysavá zwar auch einige Mühen mit der deutschen Aussprache, dennoch konnte sie insgesamt mit gefühlvollem Gesang überzeugen. Auch fand sie im Laufe des Liedes zu ihrer Linie, gestaltete die Übergänge schön und mit Geschmack. Die Höhe kam recht frei und insgesamt nahm ihr angenehmes Timbre für sich ein. Gut harmonierte sie mit der pointierten Klavierbegleitung von Andrea Tetens. Noch besser präsentierte sich Blanka Rysavá bei Robert Stolz' „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“.

Dieses eher volkstümliche Werk versah sie mit Ausdruck und ansprechender Technik. Da war kein ausgefranster oder abgerissener Ton zu hören. Die Stimme wirkte hier deutlich freier und auch in der Höhe aufblühender. Eine alles in allem ansprechende Leistung von Blanka Rysavá.

Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium wurde von Pfarrer Langheinrich in drei Etappen vorgetragen, dazwischen bekam die Gemeinde ein jeweils dazu passendes Musikstück dargeboten. Festlich und mit feierlichem Klang spielten die Bläser zuerst Johann Crügers „Wie soll ich dich empfangen“. Wunderschön die Triller in der Trompetenstimme. Das Zusammenspiel wirkte noch eine Spur besser als bei dem Eingangswerk von Pezelius. Auch war die Intonation nun deutlich sicherer. Den Höhepunkt des Konzertes bildeten dann zwei Liedvorträge des Vokalchors „TonArt“. Der gemischte Chor überzeugte unter der präzisen Leitung von Andrea Tetens mit „Als die Welt verloren“ und „Sieh Gottes Gestirn“ des zeitgenössischen Komponisten Adolf Strube. Schön kontrastierend die Männer- und Frauenstimmen. Die Choristen beeindruckten durch genaue Diktion, viel Feingefühl und bruchlose Übergänge. Mit schlanker Stimmgebung und feinen Nuancen gestalteten sie ihren kultivierten Vortrag aus. Das zweite Lied war weniger melancholisch und sentimental, sondern eher fröhlich gehalten.

Satter Klang

Der Vokalchor unterstützte dann auch bei „Ihr lieben Hirten, fürchtet euch nicht“ den Kirchenchor, was zu einem runden und satten Klang führte. Mit Instrumentalunterstützung klang auch der Sopran von Blanka Rysavä noch ausdrucksvoller und runder. Es wurde gut abgestuft und detailgenau gesungen und gespielt. Hermann Langheinrich leitete die Klangkörper behutsam, niemand lief aus dem Ruder und der Zusammenklang konnte schon als überzeugend bezeich­net werden.

Bei dem unvermeidlichen Weihnachtsschlager „O du fröhliche“ hatte auch die Gemeinde ihren Auftritt. Begleitet von den Bläsern des Posaunenchores gab sie ihr Bestes. Nach dem Segen durch Pfar­rer Langheinrich folgte zum Abschluß des durchaus gelungenen Gottesdienstkonzertes die Bläsersonate Nummer 28 von Pezelius. Es war ein feierlich-festlicher Abschluß. Mit kräftigem und sattem Klang entließen die Bläser die Gottesdienstbesucher in den vierten Adventssonntag.